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Überschrift Ehemalige Stipendiaten

2019 – Matthias Frenzel

Absolvent der Burg Giebichenstein / Meisterschüler von Prof. Ute Pleuger

2019: Im Juli und August 2019 lebte und wirkte Matthias Frenzel in der T30. Als Absolvent der Burg Giebichenstein und Meisterschüler von Prof. Ute Pleuger brachte er ein hohes Niveau der experimentellen Kunst nach Demmin. Seine Grundthemen sind Abwesenheit und Veränderung.

In seiner Abschlussausstellung (29.08.-03.09.2019) veränderte sich der Galeriepavillon im Marienhain von Tag zu Tag. Abwesenheit von Leinwand produzierte bloße Keilrahmen mit Farbfetzen behangen, ein Wasserfarbbad auf dem Fußboden trocknete schlussendlich im Muster des Fußbodens aus.

Das kreative Ausstellungskonzept warf Fragen auf, ließ reflektieren und eigene Denkmuster neu bewerten.

Link zum Zeitungsartikel vom 29.08.19 in der Demminer Zeitung

Interview mit dem Künstler

Wir: Hallo Matthias, du hast nun einige Zeit in Demmin gewohnt und gearbeitet. Wie hast du zu Beginn deines Schaffens Demmin wahrgenommen und wie hat sich deine Wahrnehmung zur Stadt Verändert?
Matthias Frenzel: Demmin ist tagsüber geschäftiger als ich dachte, nach Feierabend sind die Straßen jedoch verlassen. Insgesamt ist es ruhig und entspannt, abgesehen von der großen Straße. Am Schaufenster sind die Leute meist mit gesenktem Kopf bzw. Scheuklappen vorbeigegangen, vielleicht war es auch Desinteresse. Ich hatte mit mehr Leuten gerechnet die schauen was da passiert, nach und nach gab es manchmal Interessierte die hineingeschaut haben.
Im Laufe der Zeit sind mir die vielen kulturellen Veranstaltungen aufgefallen, wie Kunstnacht, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Demo, etc. die man in so einer kleinen Stadt vllt. nicht vermutet und auch die vielen Projekte im Umland.

Wir: Wie hat die Stadt deine Arbeit und Kreativität beeinflusst?
Matthias Frenzel: Durch die Ruhe und die geringe Ablenkung war man fokussierter.

Wir: Hat dir in deiner Zeit in Demmin etwas gefehlt?
Matthias Frenzel: Nein. Ich habe sehr viele tolle Leute kennengelernt.

Wir: Welcher Ort hat dir in Demmin besonders gut gefallen?
Matthias Frenzel: Besonders gut hat mir der Rundweg durchs Grüne an der Peene entlang in der Nähe vom Naturbad gefallen. Auf vielen Spaziergängen sind mir oft Füchse und Rehe begegnet. Zudem war die Landschaft dort meist wild und zugewuchert. Man konnte schön die Übergänge von Frühjahr zu Sommer und Herbst beobachten.

Wir: Was empfandst du als typisch für Demmin?
Matthias Frenzel: Es war sehr auffällig, dass ich immer die gleichen Leute auf Veranstaltungen getroffen habe.

Wir: Was wolltest du den Demminern schon immer mal sagen?
Matthias Frenzel: Wäre schön, wenn bei der nächsten Ausstellung mehr Besucher kommen.